Nähbücher

Eigentlich bin ich kein großer Liebhaber von Nähbüchern. Bücher an sich finde ich toll, lesen tue ich auch sehr, sehr gerne und viel aber bei Nähbüchern bin ich meistens nach dem durchblättern durch. Meistens jedenfalls. Ich glaube es liegt einfach daran dass ich den schnellen Weg des Internets bei Problemlösungen liebe. Es gibt mittlerweile nichts das man im Internet nicht finden kann. Außerdem bin ich kein Sammler, ich habe nicht tausende Schnittmuster, das würde mich total überfordern. Ich spiele lieber mit den vorhandenen Schnitten rum. Dazu aber später mehr.                                                                                Trotzdem soll es nicht heißen dass Nähbücher schlecht sind oder keine Daseinsberechtigung haben. Es gibt genug Menschen die sie lieben und zu schätzen wissen und genau denen stelle ich heute zwei vor.

Das erste ist „Alles Jersey, Hoodies und Pullis“ von Svenja Morbach. Aufgebaut ist es genau wie die anderen Bücher aus der Alles Jersey Serie. Am Anfang ist der Einführungsteil mit ein wenig Grundwissen, Erklärung der verschiedenen Maschinen und Nähten, Hilfe bei der Größenwahl und Anleitung wie man verschiedene Schnittteile kombinieren kann. Dann kommen verschiedene fertige Beispiele die man genau so nachnähen kann, aber am Ende stehen einem noch viel mehr mögliche Kombinationen zu Auswahl.

Ich habe mich natürlich für was schlichtes entschieden, welch eine Überraschung. Nein, ich wollte tatsächlich erstmal sehen wie der Grundschnitt sitzt.

Schon beim betrachten ist mir aufgefallen dass er ehe schmal ausfällt. Ich trage 34/36 und genäht habe ich eine 40. Wäre nicht notwendig gewesen, aber ich wollte gerne einen großen Sweater zum einkuscheln.

alles Jersey

Das zweite Buch ist „Passt perfekt“ von Maike Mensch-Berger. Schnittmuster an die eigene Körperform anpassen hört sich super an. Eigentlich bin ich körperlich sehr nah an der Wunschkundin dran und brauche deswegen nicht so viele und sehr selten Anpassungen. Aber, wie oben erwähnt, spiele ich gerne mit Schnitten und da hilft mir das Buch auch weiter.

Nach einer Einleitung in die Schnittmusterwelt wird erklärt wie man sich richtig messen muss. Das finde ich toll und habe es direkt das erste mal ordentlich gemacht. Heißt, ich habe in Unterwäsche gefroren, der Mann hat nach Einweisung gemessen und sich beschimpfen lassen weil er sich lustig gemacht hat.

Als nächstes geht es an die Änderungen. Wie man eine Schulter breiter macht, T-Shirt länger und solche Kleinigkeiten wusste ich schon. Brustanpassung ist super erklärt, bringt mir aber mit meiner Hühnerbrust nicht wirklich was. Was mich wirklich interessiert hat sind die Änderungen an den Hosen, denn bis jetzt habe ich da keinen Schnitt der passt so wie er ist. Es wird genau erklärt wie man die Potiefe ermittelt, Schrittrundung verändert oder Taillenvertiefung für Hohlkreuz macht. Das werde ich definitiv probieren wenn die nächste Hose auf dem Nähtisch landet. Das wird hoffentlich bald sein, eine schöne warme Cordhose für den Winter steht auf der Wunschliste.

Also, empfehlen kann ich euch beide Bücher. Das erste ist perfekt für alle die noch nicht so viel Näherfahrung haben und mit diesem Buch ein wenig Grundwissen und gleichzeitig viele Schnitte zum probieren bekommen. Das zweite ist eigentlich für jede von uns gut, denn wir wollen alle dass uns die genähte Kleidung auch perfekt passt.

Macht’s gut,

Lee

 

Werbung- beide Bücher würden mir als Rezessionsexemplar von EMF Verlag zu Verfügung gestellt

Stoff Glitzersweat Lulu vonSnaply

verlinkt bei sewlala, du für dich

Ein Kommentar bei „Nähbücher“

  1. Der Pullover sieht so toll aus! Er hat einfach das gewisse Etwas!
    Gruß, Silke

Schreibe einen Kommentar